Wann das Schloß erbaut wurde, weiß niemand genau zu nennen, denn erst im 12. Jahrhundert wurde es urkundlich erfaßt. Wahrscheinlich betrauten die Herrren von Stein im 10. Jahrhundert einen ihrer Verwandten hier mit einer Sölde. Das war eine Wohnung, ein Haus oder Schloß, in dem die Hilpoltsteiner Herren auf der Jagd oder auf Reisen unentgeltlich beherbergt werden mußten.

Um diese Sölde entstanden Ort und Pfarrei Eysölden. Drei alte Urkunden nennen Pröbste oder Ministerialen derer von Stein als Schloßherren:

1147 Herrmann von Hisselden

1266 Berthold, genannt Isolt

1275 Ullrich zu Isolden

1279 ging das Schloß an Heinrich von Schmoll. Unter seinen Erben wurde es ausgebaut, befestigt und an den vier Ecken mit Rundtürmen versehen. Die Familie Schmoll übte die vogteiliche Gerichtsbartkeit über ihre hiesigen Untertanen aus. Das Schloßgut war derzeit zur Eysöldener Pfarrei zinsbar. Die Schmolls lieferten jährlich acht Metzen Korn und vier Metzen Hafer ab. Nach dem Aussterben derer von Schmoll ging das Schloß in den Besitz eines Ulrich von Knöringen über, der von 1490 bis 1525 Amtmann in Stauf war.

1537 starb sein Sohn und Erbe.

1539 erwarben die Markgrafen Georg und Albrecht von Brandenburg das Schloß für 3187 fl. 2 Ort (fl. = Florin = Gulden:Ort = ¼ Fl). Zum Schloß gehörten damals Güter in Eysölden, Alfershausen, Landersdorf, Steindl und Thalmässing.

Für 300 fl. ging das Schloß 1618 an den Amtmann Ernst Karl von Birkholz zu Stauf. Eine Verkaufsbedingung war, das Schloß nicht an die Nürnberger zu veräußern. Zum Schloß gehörten zu der Zeit nur noch ein paar Äcker, Plätze und das Recht, Vieh zu halten.

Des Amtmanns Witwe verkaufte diesen Besitz 1632 an den Obervogt Christoph Sebastian von Jaxtheim in Ansbach, dessen Sohn Jobst Wilhelm von Jaxtheim in Eysölden geboren wurde. Er war von 1654 bis 1672 Amtmann in Stauf. Der Sohn des Letzteren, Hanns von Jaxtheim vertauschte 1685 das Schloß an Hans Haidt. Ihm erteilte die Landesherrschaft die Taferngerechtigkeit.

Der Nachfolger, Hanns Hanger, gab um 1750 das Schloß dem Bauern Georg Thomas Emmerling. Vier Generationen blieb es im Besitz seiner Familie.

1972 erwarb meine Mutter Gesine Schiele das Schloß von Michael Foistner, der es 1959 übernommen hatte. Am 29. Dezember 1973 wurde die Schloßschänke eröffnet. Seit Mai 2011 führe ich als Tochter von Gesine Schiele das Schloß weiter.

Wie die Geschichte weitergeht, entscheiden Sie selbst mit.

Ich freue mich auf Ihren Besuch

Ihre
Veronika Schiele

Das Schloß hat es bereits mehrmals in die Zeitung geschafft. Wir haben Ihnen hier einige Berichte zusammengestellt, die Ihnen etwas von der Geschichte des Schloßes erzählen können.